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Geruchsbelästigungen durch Holzfeuerungen

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2013

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Beschreibung

In den letzten Jahren nahm der Bestand an Einzelraumfeuerstätten, vor allem von Kaminöfen, deutlich zu. Dieser vermehrte Einsatz von Holzfeuerungen führt häufig zu flächenhaften Geruchsbelästigungen in der Umgebung, die resultierenden Nachbarschaftsbeschwerden enden nicht selten vor Gericht. Bisher liegen nur wenige Untersuchungen über Geruchsemissionen aus Einzelfeuerstätten vor. In diesem Projekt wurden Geruchsmessungen an einem Kaminofen bei den 3 Betriebszuständen guter, schlechter und sehr schlechter Verbrennung vorgenommen. Innerhalb eines Betriebszustands erfolgten Geruchsmessungen jeweils beim Anzündvorgang bei kaltem Kaminofen und feinem Holz sowie bei 3 aufeinander folgenden Abbränden. Innerhalb eines Chargenabbrandes wurden die Geruchsstoffkonzentrationen beim Anbrandvorgang, während der Hauptverbrennungsphase und in der Ausbrandphase ermittelt. Eingesetzt wurde trockenes und nasses Buchenscheitholz sowie trockenes Tannenholz. So wurden erstmals Geruchproben mit kurzen Probenahmeintervallen von 3 bzw. 6 Minuten entnommen, die zum einen den Abbrandverlauf bei diesen Feuerungen deutlich besser wiedergeben und zum anderen aussagekräftiger für die Bewertung sind, ob eine Geruchstunde (nach GIRL) vorliegt oder nicht. Die höchsten Geruchsstoffkonzentrationen werden in der Anbrandphase erreicht, hier treten, im Vergleich zur Hauptverbrennungsphase, bei gleichen VOC-Konzentrationen im Mittel etwa die 6fachen Geruchsstoffkonzentrationen auf.