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Natürliche Strahlenexposition der Bevölkerung in Baden-Württemberg: Hat die Nutzung von Erdwärme für Wohnhäuser einen Einfluß auf diese Exposition?

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Melzer, B. SC. Danica

2010

Projektbericht - Abschlussbericht

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Beschreibung

Für das BWPLUS-Projekt wurde die Möglichkeit einer signifikanten Erhöhung der natürlichen Strahlenexposition der Bevölkerung infolge von oberflächennahen Bohrungen zum Zwecke der privaten Erdwärmenutzung untersucht.

Zur Erörterung der Fragestellung wurden in Baden-Württemberg zehn Bohrvorhaben in geologisch interessanten Gebieten analytisch messtechnisch begleitet. Um verschiedene Expositionspfade zu betrachten, wurden vor Beginn der Bohrungen die Radonkonzentration in der Raumluft der Wohnhäuser und an der Bohrstelle in der Umgebungsluft bestimmt. Außerdem wurde die Konzentration von Uran, Thorium und Radium im Boden an der Bohrstelle ermittelt. Während der Bohrungen wurden Proben des Bohrlochaushubs entnommen, um den Gehalt der natürlichen Nuklide in den durchbohrten Gesteinsschichten zu bestimmen. Nach Beendigung der Anschlussarbeiten wurden vergleichende Messungen der Radonkonzentration in der Raumluft des Wohnhauses durchgeführt.

Basierend auf den gewonnenen Messdaten wurde die maximal zu erwartende zusätzliche effektive Dosis für Einzelpersonen im Kalenderjahr infolge von Geothermiebohrungen konservativ ermittelt. Dabei wurden die Expositionspfade Luft, Wasser, Boden-Pflanze-Mensch und die bodennahe Gammastrahlung betrachtet.

Die Ergebnisse zeigten keine signifikante Erhöhung der natürlichen Strahlenexposition durch geothermische Energienutzung.