PUDI Details

Kreuzkräuter und Naturschutz

Thumbnail

2017

Nicht zugeordnet

PDF Download

Beschreibung

Der vorliegende Tagungsband ist das ausführliche Ergebnis der internationalen Fachtagung "Kreuzkräuter und Naturschutz", welche vom 31.1.-1.2.2017 in Göttingen stattfand.

Kreuzkräuter sind für den Menschen, aber auch für Nutztiere giftig, da sie Pyrrolizidin-­Alkaloide (PA) enthalten und bereiten somit Probleme bei der Lebensmittel­herstel-lung und Futtererzeugung. Während Nutztiere die Pflanzen im frischen Zustand auf der Weide meiden, werden sie im Heu nicht mehr erkannt. Es kann beim Verzehr zu Vergiftungen bis hin zum Tod kommen. Beim Menschen besteht die Gefahr der Aufnahme der Gifte hauptsächlich durch den Verzehr von Tees und Honig. Diverse Kreuzkräuter sind in Deutschland heimisch, stellen wichtige Futterpflanzen für Schmetterlinge und andere Insekten dar und kommen häufig auf artenreichen Flächen vor, die für den Naturschutz von Interesse sind. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) verfolgt mit der Koordinierung des vom Bundes­amt für Natur­schutz geförderten Projekts "Umgang mit Kreuzkräutern auf relevanten Flächen des Naturschutzes" das Ziel eines sachlichen Umgangs mit Kreuzkräutern. Unter Berücksichtigung der Interessen des Naturschutzes und der Landwirtschaft soll, gestützt auf Expertenwissen, ein Leit­faden zum Umgang mit Kreuzkräutern auf relevanten Flächen des Naturschutzes erarbeitet werden. Als Grundlage dafür veranstaltete der DVL in Kooperation mit der Bayerischen Landes­anstalt für Umwelt bereits Ende 2016 einen Workshop mit Kreuzkrautexpertinnen und -experten in Augsburg sowie die erwähnte internationale Fachtagung in Göttingen.

Bei der Fachtagung in Göttingen präsentierten zehn international anerkannte Expertinnen und Experten ihre aktuellen Studienergebnisse und Praxiserfahrungen und erläuterten Handlungsempfehlungen zum Umgang mit den drei heimischen Kreuzkräutern Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea), Wasser-Kreuzkraut (Senecio aquaticus) und Alpen-­Kreuzkraut (Senecio alpinus) sowie dem nicht heimischen, aus Südafrika eingewanderten Schmal­blättrigen Kreuzkraut (Senecio inaequidens). Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, auf welchen für den Naturschutz relevanten Flächen welche Kreuzkräuter wie reguliert werden sollen.

Bereits am 6. April 2017 erschien auf Basis der Tagungs­vorträge und zahlreicher Wortmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, die Göttinger Erklärung. Diese ist in den ausführlicheren Tagungsband integriert.