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Ökologischer Zustand des Federsees 2004 - 2008

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2009

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Beschreibung

Der Federsee ist mit einer Fläche von 1,4 km2 und einer mittlere Tiefe von 0,8 m der größte Flachsee Baden-Württembergs. Durch Abwasserbelastung hat der See nach 1950 eine starke Eutrophierung bis hin zum hypertrophen Zustand erfahren. Im Zuge dieser Entwicklung wurden die zuvor dominanten großen Wasserpflanzen durch Blaualgenblüten verdrängt. Mit dem Bau einer Ringleitung 1982 wurden die externen Phosphoreinträge erheblich reduziert, jedoch hielten die Blaualgenblüten noch mehr als zwei Jahrzehnte an, da der See im Sommer intern durch Phosphor–Freisetzung aus dem Sediment gedüngt wurde. Die Untersuchungen von 2004 bis 2008 zeigen, dass ab 2005 eine Abnahme der Algenbiomasse mit starkem Rückgang der Blaualgen bei gleichzeitiger Zunahme der Wasserpflanzenbestände erfolgte. Gleichzeitig wurde auch eine Abnahme der sommerlichen Freisetzung von Phosphor aus dem Sediment festgestellt. Das Beispiel Federsee bestätigt die bekannt langen Reaktionszeiten auf externe Sanierungsmaßnahmen in Flachgewässern. Der sich nun abzeichnende Erfolg belegt eindrucksvoll, dass langfristig auch in solchen Gewässern ursachenbezogene Maßnahmen zum externen Stoffrückhalt wirksam sind.