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Rote Listen und Checklisten der Spinnentiere Baden-Württembergs

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2003

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Beschreibung

Stetig wächst das Bewusstsein, dass Spinnen schützenswerte Lebewesen mit einer höchst interessanten Lebensweise sind und dass sie hohe Bedeutung im Naturhaushalt besitzen. Sie werden nicht mehr so häufig wie früher als lästiges, ekeliges und totzuschlagendes "Ungeziefer" empfunden. Nicht zuletzt die faszinierenden Darstellungen von KULLMANN & STERN (1981) haben das Interesse an dieser Tiergruppe geweckt. Darüber hinaus steht heute mit BELLMANN (1997) ein Werk mit hervorragenden Abbildungen und weiteren wichtigen Grundinformationen zur Verfügung, in dem sich auch Nichtfachleute rasch und gründlich über Spinnen informieren können. In Baden-Württemberg kommen nach dem aktuellen Kenntnisstand 738 Spinnenarten vor. Bedingt durch seine Lage im Südwesten Deutschlands ist hier der Anteil der Arten mit Hauptverbreitung im Süden Europas im Ländervergleich besonders groß. Arten mit Hauptverbreitung im Osten Europas finden sich ebenfalls. Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb sind Arten des Gebirges zu Hause. Viele Menschen halten Spinnen irrtümlich für Insekten. Spinnen bilden jedoch zusammen mit Skorpionen, Weberknechten, Milben und anderen Tierordnungen, wie zum Beispiel den Pseudoskorpionen, eine eigene Tierklasse. Mit der vorliegenden Arbeit wird bereits die dritte Fassung der Roten Liste der Webspinnen Baden-Württembergs veröffentlicht. Durch HARMS entstand 1978 ein erster Entwurf einer Roten Liste. Bereits 1985 erfolgte auf der Grundlage gewachsener Kenntnisse eine Aktualisierung durch HARMS (1986). Die hier vorgelegte Liste fußt auf einem nochmals erheblich angestiegenen Kenntnisstand. Trotzdem bestehen immer noch zahlreiche Wissenslücken, wie die hohe Zahl der Spinnenarten zeigt, die aus Mangel an geeigneten Daten in die Kategorie "Daten defizitär" eingestuft werden mussten. Heute hat der Kenntnisstand über Bestand und Gefährdung der Webspinnenarten bundesweit eine beachtliche Höhe erreicht. Rote Listen liegen vor für Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern. Rote Listen für das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen sind derzeit in Arbeit. Nach der Bundesartenschutzverordnung sind 5 Arten besonders geschützt und davon 3 streng geschützt. Dagegen wird in den Anhängen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) keine heimische Webspinnenart berücksichtigt.