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Gesundheit der Fein- und Feinstwurzeln an Stiel- und Traubeneiche in Bezug zu Bodenparametern

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Seemann, D.; Metzler, B.; Schröter, Hansjochen; Wezel, K.

1999

Projektbericht - Abschlussbericht

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Beschreibung

Die Untersuchung sollte klären, ob bei den verbreiteten Eichenschäden auch Feinwurzelpathogene beteiligt sind. Die Wurzeln der Probebäume aus 8 Eichenbeständen in Baden-Württemberg wurden auf Pathogenbesatz und Mykorrhizierung untersucht. Unter insgesamt sechs Teilflächen der Standortseinheit Feinlehm mit jeweils ermittelter diffusiver Gasdurchlässigkeit zeigte die Fläche mit dem schlechtesten Belüftungswert den höchsten Pathogenbesatz, insbesondere durch Cryptosporiopsis radicicola. Diese Art befällt die Wurzeln besonders stark in tieferen Bodenschichten.

Die pathogenen Pilzarten sehr unterschiedlich auf die untersuchten Stiel- und Traubeneichen verteilt. Das mittlere Befallsprozent mit Pathogenen lag bei Stieleichen bei 37%, bei Traubeneichen dagegen bei nur 15%. Dies ist dadurch zu erklären, daß die Traubeneichen auf Standorten mit besserer Bodendurchlüftung stockten.

Ein spezielles Screening auf den Untersuchungsflächen zur Isolierung von Oomyceten (Ködermethoden mit Nelken, Eichenblättern und Äpfeln) ergab 14 Pythium-Isolate aus fünf Arten. Phytophthora-Arten wurden nicht gefunden.

Die Ermittlung des Mykorrhizierungsgrades ergab keine deutlichen Differenzierung zwischen den verschiedenen Flächen und Eichenarten.