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Weiterentwicklung des Bewertungsverfahrens Hydrologische Güte als Expertensystem zum operationellen Einsatz im Flussgebietsmanagement

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Leibundgut, Christian; Eisele, M.

2005

Projektbericht - Abschlussbericht

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Beschreibung

Das Verfahren „Hydrologische Güte" ermöglicht die Bewertung der anthropogenen Beeinflussung des hydrologischen Zustands von Flusseinzugsgebieten. Ziel des Projektes war die Weiterentwicklung dieses Verfahrens zu einem operationell, auf regionaler Ebene einsetzbaren Expertensystem. Das Bewertungsverfahren ist in drei Bewertungsteile aufgeteilt. Im Rahmen der Bewertung der „Beschaffenheit des Einzugsgebiets" werden allgemein verfügbare Flächendaten hinsichtlich potentieller Belastungen des Wasserkreislaufs und der Gewässer zusammengeführt und bewertet. Als Gesamtergebnis dieses Bewertungsteils wird der „Index der anthropogenen Belastung" für die untersuchten Gebiete ausgewiesen. Im Bewertungsteil „Abflussdynamik" werden anthropogene Veränderungen ausgesuchter Abflusskenngrößen (Indicators of Hydrological Alteration, IHA) quantifiziert und bewertet. Zur Bewertung können sowohl Zeitreihen von Abflusspegeln als auch Simulationsergebnisse von Wasserhaushaltsmodellen herangezogen werden. Als Maß für die festgestellte Veränderung wird der RVA-Index (Range of Variability Approach) berechnet. Dieser zeigt sowohl Veränderungen in der Größe als auch in der Variabilität der Abflussvariablen an. Im Bewertungsteil „Stoffhaushalt und Wasserqualität" werden für die untersuchten Gebiete die Höhe der Nährstoffemissionen (Stickstoff- und Phosphor) sowie die Wasserqualität der Fließgewässer (Gesamtstickstoff und Phosphat) bewertet. Im Rahmen des Projekts wurde das Softwaresystem AHQ-IHF zur operationellen Bearbeitung eines großen Teils der im Verfahren enthaltenen Berechnungen entwickelt. Das Verfahren wurde weitgehend flächendeckend für das Gesamtgebiet von Baden-Württemberg angewendet. Durch diese Anwendung und deren Ergebnisse kann die operationelle Anwendbarkeit demonstriert werden.