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Bodenzustandsbericht Baar

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2005

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Beschreibung

Die Böden im Landschaftsraum der Baar bieten eine in Baden-Württemberg fast einzigartige Vielfalt. Sie ist bedingt durch die verschiedenen geologischen Schichten, die sich zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald in der Baar auf engem Raum abwechseln. Auf den ersten Blick fällt diese Vielfalt nicht auf. Die Baar wirkt auf den oberflächlichen Betrachter meist wenig abwechslungsreich: Eine flache Hochmulde, die mit viel Acker- und Grünland vorherrschend ländlich geprägt ist und an den Randbereichen in Richtung Schwarzwald und Schwäbischer Alb in Wald übergeht. Bei tiefergehender Betrachtung zeigen sich auf der Baar beispielhaft für Baden-Württemberg die verschiedenen geologischen Formationen der süddeutschen Schichtstufenlandschaft. Die geologische Vielfalt wirkt sich auf die Eigenschaften der Böden und somit auch auf ihre Nutzungsmöglichkeiten aus. Sowohl die historische als auch die gegenwärtig vorhandene Nutzungs- und Siedlungsstruktur auf der Baar lassen sich anhand der unterschiedlichen Bodeneigenschaften erklären. Die Böden der Baar erfüllen auch wesentliche Funktionen im Naturkreislauf. Sie dienen als Filter und Puffer gegenüber Schadstoffeinträgen in das Grundwasser, sie beeinflussen wesentlich die Grundwasserneubildung und sie tragen durch die Aufnahme von Niederschlägen zur Vermeidung von Überschwemmungen bei. Ebenso übernehmen sie wichtige Funktionen als Lebensraum, als Standort für die Pflanzenproduktion und als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte. Böden können ihre Funktionen nur erfüllen, wenn sie in ihrem Zustand erhalten werden. Die Bodennutzung prägt die Böden und kann dabei eine Verschlechterung der Bodenqualität zur Folge haben. So werden Böden z.B. durch die Siedlungsentwicklung versiegelt, umgelagert, verdichtet und teilweise auch mit Fremdstoffen belastet. Bei der Siedlungsentwicklung werden ca. 50 % der Fläche versiegelt. Auch bei der landwirtschaftlichen Nutzung können die Bodenfunktionen beeinträchtigt werden. Bei unsachgemäßer Nutzung und unzureichender Berücksichtigung der natürlichen Bodeneigenschaften werden die Böden vermehrt der Erosion und Bodenverdichtung ausgesetzt. Um wertvolle und leistungsfähige Böden zu erhalten, ist es notwendig, die natürlichen Bodeneigenschaften und Standorteigenschaften zu beschreiben und zu bewerten. Auf Basis einer digitalen Datenauswertung werden Flächen mit ähnlichen Standorteigenschaften und vergleichbaren Bodenfunktionen zu Bodenfunktionsräumen zusammengefasst. In einer vergleichenden Untersuchung können darauf aufbauend die Bodenfunktionsräume der historischen und aktuellen Landnutzung gegenübergestellt und Handlungsempfehlungen für den Bodenschutz abgeleitet werden.