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Effiziente Beratungsbausteine zur Minderung des Stromverbrauchs in privaten Haushalten

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Beschreibung

Ziel des Forschungsprojektes war die Zusammenstellung und Weiterentwicklung effizienter Beratungsbausteine für die Stromsparberatung privater Haushalte in Baden-Württemberg. Hintergrund für dieses Bestreben war zum einen der Bedarf an geeigneten Instrumenten zur Erreichung der Klimaschutzziele, um dem ansteigenden Stromverbrauch in den privaten Haushalten entgegenzuwirken.

Drei Viertel der Deutschen wissen nicht, wie viel Strom ihr Haushalt pro Jahr verbraucht und was eine Kilowattstunde kostet. Der Wissenstand um Stromverbrauch und -kosten ist dabei unabhängig von Alter, Geschlecht, Schulbildung und Einkommen. Hier besteht demnach erheblicher Handlungsbedarf.

Zum anderen trat im Mai 2006 die EU-Richtlinie zu „Energieeffizienz und Energiedienstleistungen“ in Kraft, mit der unter anderem die Stromversorgungsunternehmen verstärkt zu Energiedienstleistungen und Energieaudits auch für private Haushalte angehalten werden sollen, um das Einsparziel von minus 9% in 9 Jahren (= Richtwert) zu erreichen.

Mit dem Projekt sollte deshalb der Fragestellung nachgegangen werden, welche Beratungsbausteine auch unter Kosten-Nutzen-Aspekten die größte Wirkung erzielen können. Untersucht wurden dabei auch die Zusammenhänge zwischen Beratungstyp, Beratungsanbieter und Zielgruppen.

Das Forschungsprojekt gliederte sich in folgende Phasen:

  • Recherche und Analyse bestehender Instrumente, Erfahrungen und Akteure
  • Konzeption ausgewählter Beratungsbausteine für ein Modellprojekt
  • Begleitung und Evaluation modellhafter Stromsparberatungen
  • Erstellung eines Kataloges mit Beratungsbausteinen und Empfehlungen

Als Beratungsbausteine wurden im Rahmen dieses Projektes die folgenden Elemente entwickelt:

  • Der Zwischenbericht /ifeu 2006/ gibt eine Übersicht über Programmansätze zum Strom sparen in Deutschland und im europäischen Ausland. Zudem werden neben Hintergrundinformationen zur Bedeutung des sparsamen Umgangs mit Strom und möglichen Handlungsansätzen in den Haushalten aufgezeigt. Es werden Hilfestellungen für das Zusammenspiel von Beratungsanbietern und Zielgruppen gegeben und Aspekte der Kommunikation in der Energieberatung sowie das Soziale Marketing erläutert.
  • Mit dem vorliegenden Endbericht werden die Informationen zu speziellen Beratungsansätzen (Vor-Ort-Stromsparberatung, Feedback durch informative Stromrechnungen) vervollständigt und Empfehlungen für die Ebene der Beratungsanbieter und der Politik zur Auswahl und Umsetzung von Stromspar(beratungs)programmen gegeben. Checklisten zur Konzeption von Stromsparprogrammen ergänzen die im Zwischenbericht gegebene Übersicht zur Programmauswahl.
  • Zusätzlich gibt ein Leitfaden zur Evaluation von Stromsparprogrammen /ifeu 2007/ Hilfestellungen, um in Zukunft durch Evaluationen mit entsprechenden Mindeststandards eine Vergleichbarkeit der Kosten-Nutzen-Effekte zu ermöglichen.