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WaterFrame® - Kooperative Entwicklung von Gewässerinformationssystemen in Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern

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Ballin, Wolfgang

2006

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Beschreibung

Die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)ist eine gemeinsame Aufgabe der Wasserwirtschaftsverwaltungen, die nur in enger Kooperation der Umweltbehörden auf allen Verwaltungsebenen bewältigt werden kann. Die WRRL wird allgemein als eines der ehrgeizigsten Vorhaben der Europäischen Umweltgesetzgebung angesehen. Sie ist die wesentliche Triebfeder für die Weiterentwicklung von Gewässerinformationssystemen. Das Ziel der WRRL ist, alle Gewässer in Europa nach einem einheitlichen Standard zu schützen.
Die Umsetzung der WRRL erfolgt nach einem mehrstufigen Fahrplan. Bis Ende 2004 wurde flussgebietsbezogen und über administrative Grenzen (national und international) hinweg der ökologische Zustand der Gewässer bewertet und der EU gemeldet. 2006 werden Überwachungsprogramme definiert und umgesetzt. Dazu sind für jeden Gewässerkörper Zielvorgaben zur nachhaltigen Gewässerqualität und Gewässerquantität zu definieren und bis 2009 entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dieses Vorgehen wird im Sinne eines Regelungsprozesses kontinuierlich wiederholt.
Die WRRL ist zuallererst eine fachliche und organisatorische Aufgabenstellung, bei der noch sehr viele Details national und international abzustimmen sind. Die Umsetzung der einzelnen WRRL-Stufen ist aber auch eine gewaltige Herausforderung an die Informationstechnologie und das Informationsmanagement in und zwischen den betroffenen Behörden der Umweltverwaltungen.
In diesem Gesamtzusammenhang werden anhand der WAABIS-Fachanwendung Grundwasser in Baden-Württemberg, des Fachinformationssystems „FIS Gewässer“ in Thüringen und der Fachanwendung „Qualitative Hydrologie“ in Bayern die wesentlichen Entwicklungen der Jahre 2005 und des 1. Halbjahres 2006 dargestellt. Vor dem Hintergrund der Anforderungen der WRRL aber auch auf Grund der Effizienz- und Qualitätspotentiale neuerer IT-Technologien haben die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen eine Kooperation zur Entwicklung eines Fachinformationssystems "Gewässer" unter Nutzung der gleichen Dienste- und Werkzeugbasis beschlossen. Die im Jahr 2004 begonnene Kooperation zwischen den beteiligten Bundesländern und Fraunhofer IITB als Entwicklungspartner wurde in 2005 erfolgreich fortgesetzt und erweitert. Die Grundlage hierfür bilden neben den fachübergreifenden und generischen Diensten aus der KEWA-Kooperation die Komponenten und Werkzeuge der Produktlinie WaterFrame® des Fraunhofer IITB.