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Belastung der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland durch amino- und nitroaromatische Verbindungen

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Angerer, Jürgen; Weiß, Tobias

2001

Projektbericht - Abschlussbericht

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Beschreibung

Obwohl aromatische Nitro- und Aminoverbindungen in der Regel nur Zwischenprodukte der chemischen Industrie darstellen, scheint der Mensch in größerem Umfang als bisher angenommen mit diesen Stoffen in Berührung zu kommen. Aufgrund der mutagenen Eigenschaften einiger dieser Stoffe ist dies auch von großer umweltmedizinischer Bedeutung. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurden verschiedene Bevölkerungsgruppen auf ihre innere Belastung durch Amino- bzw. Nitroaromaten und deren Metaboliten untersucht. Neben Probanden aus städtischen (N=100) und ländlichen (N=101) Gebieten stellten sich Bewohner zweier Rüstungsaltlastenstandorte (N=63) und Personen, die beruflichen Umgang mit sprengstofftypischen Nitroaromaten hatten (N=82), zur Verfügung. Bei den Untersuchungsparametern handelt es sich um Anilin, Nitrobenzol, Toluidine, Nitrotoluole, Dinitrotoluole, Trinitrotoluol, 3,5-Dichloranilin und Xylol-Moschus. Die renale Ausscheidung der Stoffwechselprodukte dieser Verbindungen wird über ein Biologisches Monitoring erfasst, während sog. Hämoglobin-Addukte mittels biochemischem Effekt-Monitoring bestimmt werden. Hierzu waren neue, quantitativ analytische Verfahren zu entwickeln. Die Ergebnisse des Biologischen Monitorings (renale Ausscheidung) werden diskutiert.