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Neue naturnahe Bauweisen für überströmbare Dämme

Bild der Titelseite der Publikation: Neue naturnahe Bauweisen für überströmbare Dämme

Westrich, Bernd

2003

Projektbericht - Abschlussbericht

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Beschreibung

Für den Deckwerkstyp Steinschüttung können durch die statistische Auswertung der in den Versuchen erodierten Steine Mindeststeingrößen festgelegt werden. Die Durch- und Überströmkräfte konnten mit Hilfe eines weitgehend reibungsfreien Modellaufbaus separat quantifiziert werden. Durch abschließende Messungen werden die Kräfte für eine rechnerische Bemessung gewonnen.

Die aus den durchgeführten Untersuchungen gewonnen Erkenntnisse erlauben eine grundsätzlich positive Beurteilung der Bodenstabilisierung für den Einsatz als Baustoff für überströmbare Dämme. Für die Umsetzung der Bauweise in der Praxis gilt es noch einige Detailfragen zu beantworten. So sind die erforderlichen Eignungsprüfungen anwendungsspezifisch im Hinblick auf die besonderen Anforderungen und die dafür als repräsentativ erkannten bodenmechanische Kriterien anzupassen. Konstruktive Detailfragen sind im Zusammenhang mit der Ausbildung der Dammkrone und des Tosbeckens bzw. der Energieumwandlungsanlage am Dammfuß zu klären. Auch der wasserdichte Anschluss des stabilisierten Dammkörpers an Kunstbauwerke sollte Gegenstand näherer Betrachtungen sein. Das Verhalten der Oberbodensicht und der Vegetation, die den Dammkörper aus stabilisiertem bindigen Boden abdeckt, muss genauer beleuchtet werden.

Die durchgeführten Erkundungsmessungen haben gezeigt, dass das GTC-Verfahren als nicht-invasives Leckageortungssystem eine günstige Alternative zu anderen Verfahren darstellt.

Eine der offenen Fragen ist die Art und Weise einer Begrünung des Deckwerks und deren Auswirkungen im Hochwasserfall sowie die erforderlichen Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen. Bei der Anwendung dieser neuen Bauweisen müssen neben dem vorrangigen Sicherheitsaspekt auch wirtschaftliche, ökologische und landschaftsgestalterische Gesichtspunkte beachtet werden. Auch der mögliche Einsatz der untersuchten Bauweisen als zukunftsorientierte Variante der Sanierung bzw. der Sicherheitsanpassung bestehender Absperrdämme ist Gegenstand der weiteren Forschung.