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Fachdatenintegration in ATKIS für das Umweltinformationssystem Baden-Württemberg - Abschlussbericht (Phase II)

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Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg,,

1998

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Beschreibung

Für das fach- und ressortübergreifende Umweltinformationssystem (UIS) Baden-Württemberg ist das Amtliche Topographisch-Kartographische Informationssystem ATKIS der Vermessungsverwaltungen eine Basiskomponente von entscheidender Bedeutung. Mit dem Digitalen Landschaftsmodell 1:25.000 (DLM 25) aus ATKIS stehen flächendeckend für das gesamte Landesgebiet qualitativ hochwertige Topographiedaten zur Verfügung, die für eine Vielzahl von computergestützten Verfahren im Umwelt- und Verkehrsbereich genutzt werden können. ATKIS-Daten sind zweitens Bezugsgeometrien für die Erfassung von Fachgeodaten (z.B. der Wasserwirtschaft oder des Naturschutzes). Im UIS sind daher automatisierte Methoden zur integrierten Verwaltung und Verarbeitung von raumbezogenen Fachdaten und ATKIS-Daten erforderlich. Die in herkömmlichen Karten benutzten Kartengeneralisierungen für die Präsentation im Maßstäben kleiner 1:10.000 müssen auf die neuen digitalen Techniken der Geodatenführung übertragen werden, wobei die Übereinstimmung von Fach- und Basisgeodaten - wie bisher - erreicht werden muß. Die Entwicklung der hierfür erforderlichen, neuen Methoden und deren Einsatz in der Umwelt- und Vermessungsverwaltung sind der Gegenstand des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens FDI-ATKIS-UIS (Fachdatenintegration in ATKIS für das UIS Baden-Württemberg) gewesen, das im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Verkehr mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums und des Innenministeriums Baden-Württemberg von einer Gruppe von Wissenschaftlern im FAW Ulm und im Institut für Kartographie (IfK) der Universität Hannover durchgeführt wurde.
Schwerpunkt der Arbeiten des FAW im Vorhaben FDI-ATKIS-UIS war die Entwicklung von Methoden zur automatisierten semantischen und geometrischen Integration von raumbezogenen Fachdaten in ATKIS. Bei der semantischen Integration werden die Fachdaten in ein einheitliches Datenmodell überführt, dem ein fachlich erweiterter ATKIS-Objektartenkatalog zugrundeliegt. Bei der geometrischen Integration werden die Geometrien der Fachobjekte an das räumliche Bezugssystem des ATKIS-DLM25 angepaßt. Dabei werden insbesondere geometrische Abhängigkeiten zwischen Fachobjekten und ATKIS-Objekten identifiziert und die Geometrien der Fachobjekte an die in der Regel präziseren ATKIS-Geometrien angeglichen (z.B. die Lage einer Pegelmeßstelle an den Verlauf eines Flusses oder die räumliche Ausdehnung eines Wasserschutzgebiets an einen dieses Gebiet begrenzenden Waldrand).
Während in der ersten Projektphase der Schwerpunkt der Arbeiten auf der Konzeption von Verfahren zur Integration von Fachdaten in ATKIS lag, stand in der zweiten Projektphase (FDI-ATKIS-UIS II), über die hier berichtet wird, die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse im Vordergrund.