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Verlandungsbereiche stehender Gewässer, Hülen und Tümpel

Bild der Titelseite der Publikation: Verlandungsbereiche stehender Gewässer, Hülen und Tümpel

2001

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Beschreibung

Ein sonniger Sommernachmittag am Ufer eines kleinen Sees - es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, diesen faszinierenden Lebensraum hautnah und eindringlich zu erleben: dem Plätschern der Wellen zuhören, den kühlen Seewind über den Körper streichen lassen, den Haubentaucherküken beim Betteln zusehen und die Libellen beim Hochzeitsflug beobachten... Glücklicherweise gibt es in Baden-Württemberg noch viele dieser Kleinode. So viele, dass man als stiller Beobachter sogar die Chance hat, alleine - oder zumindest fast alleine - mit „seinem" See oder Weiher zu sein. Und eben dann, wenn man sich die Zeit und Muße nimmt, das emsige Treiben im und am Wasser zu beobachten, wird man schnell erkennen, wie vielgestaltig das Leben gerade in der Verlandungszone von großen und kleinen Stillgewässern sein kann. Doch auch in dieser Idylle hinterlässt der Mensch deutliche Spuren beispielsweise durch Badebetrieb, Angeln oder durch Verfüllung. Zwar sind in den letzten Jahrzehnten viele Baggerseen, Regenrückhaltebecken, Talsperren oder Zierseen in Anlagen neu geschaffen worden, doch dieser ökologisch zuweilen zweifelhafte Gewinn kann keinesfalls den Verlust der vielen Kleingewässer kompensieren, die in jüngster Zeit dem menschlichen Kultivierungsdrang zum Opfer fielen. Mit dem Biotopschutzgesetz, einer Novellierung des Naturschutzgesetzes (NatSchG) von Baden-Württemberg, ist diesem „Gewässersterben" seit dem 1. Januar 1992 Einhalt geboten. Zudem wurden auch die Verlandungsbereiche größerer Stillgewässer unter Schutz gestellt. Doch nach wie vor unterliegen diese Biotope zahlreichen Gefährdungen. Sie aufzuzeigen, ist eine wichtige Aufgabe dieses Heftes. Als ebenso wichtiges Ziel aber soll über die Eigenart und Vielfalt dieses sensiblen Lebensraums informiert werden - getreu dem Motto, dass man nur das richtig schätzen und schützen kann, was man kennt.