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Die Wirkung wiederholter Ozonexpositionen in umweltrelevanter Konzentration auf die Spätreaktion gegenüber Allergenen bei Patienten mit Asthma bronchiale oder allergischer Rhinitis

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Paasch, Kerstin; Böhme, Stefanie; Holz, Olaf; Richter, Kai; Mücke, Marion

2000

Projektbericht - Abschlussbericht

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Beschreibung

Unsere Untersuchung sollte die Frage klären, ob Ozon in umweltrelevanter Konzentration die bronchiale Allergenempfindlichkeit am Tage nach der Exposition zu steigern vermag und ob eine wiederholte Exposition mit Ozon diesen Effekt weiter verstärkt. Dazu wurden 11 Probanden mit allergischem Asthma bronchiale, 23 mit allergischer Rhinitis und 5 asymptomatische Atopiker jeweils einmalig gegenüber gefilterter Luft (FA), 125 ppb oder 250 ppb Ozon und an vier aufeinanderfolgenden Tagen gegenüber 125 ppb Ozon exponiert. Am nächsten Morgen erfolgte eine einmalige Allergenprovokation. Gemessen wurden neben der Lungenfunktionsantwort auch die Atemwegsempfindlichkeit auf Methacholin und Allergen sowie die zelluläre und biochemische Zusammensetzung des induzierten Sputums und die Konzentrationen von NO und H2O2 in der Ausatemluft. Sowohl die funktionelle wie auch die inflammatorische Reaktion auf Allergen und Ozon zeigten starke interindividuelle Unterschiede. Der deutlichste Abfall des Atemstosses (FEV1) zum Zeitpunkt der Sofortreaktion, und in geringerem Ausmaß auch zum Zeitpunkt der Spätreaktion, war nach vorausgegangener einmalig, hoher sowie wiederholter, niedriger Ozonexposition zu beobachten. Im Sputum waren die Zahl der Granulozyten und die Konzentration der LDH nach diesen Expositionen am höchsten. Erhöhte Werte für NO konnten nach den Expositionen gegenüber FA und 125 ppb Ozon beobachtet werden, sowie zum Zeitpunkt der Spätreaktion. Am deutlichsten waren die beschriebenen Effekte in der Regel bei den Patienten mit allergischer Rhinitis. Darüber hinaus fand sich auch ein Zusammenhang zwischen der Gesamt- und spezifischen IgE Konzentration im Blut und dem Ausmaß der Verstärkung der Allergenantwort durch Ozon. Unsere Daten zeigen, daß wiederholte Expositionen mit Ozon in umweltrelevanter Konzentration bei Patienten mit vorbestehender allergischer Atemwegsreaktion die Allergenantwort verstärken können.