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Flexible Energieversorgung in Logistikzentren zur Erbringung von Systemdienstleistungen in elektrischen Netzen

Bild der Titelseite der Publikation: Flexible Energieversorgung in Logistikzentren zur Erbringung von Systemdienstleistungen in elektrischen Netzen

Rudion, Krzysztof; Schulz, Robert; Walz, Kathrin; Pfleger, David

2021

Projektbericht - Abschlussbericht

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Beschreibung

Die deutsche Bundesregierung hat sich bereits 2016 im Klimaschutzplan zum Ziel gesetzt, 2050 eine weitgehende Treibhausgasneutralität zu erreichen. Auch im Klimaschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg werden Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen adressiert. Regenerative Energiequellen und Elektromobilität können dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen. Das Forschungsprojekt FELSeN untersucht daher die flexible netzdienliche Integration von Logistikzentren unter Berücksichtigung regenerativer Energiequellen und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Das Projektkonsortium zeigt, inwiefern Logistikzentren dazu geeignet sind, durch eine situative Anpassung der logistischen Prozesse auf Schwankungen der Energieerzeugung (Photovoltaikanlage) oder zusätzliche Verbraucher (Elektromobilität) reagieren zu können. Darüber hinaus wird der Einfluss dieser Anpassungen auf das Energienetz betrachtet. Mithilfe einer gekoppelten elektrischen und logistischen Simulation wird das Flexibilitätspotential eines Logistikzentrums evaluiert. Dabei hat sich gezeigt, dass das interne Flexibilitätspotential eines Logistikzentrums vor allem durch automatisierte Anlagen (Hochregallager) und Unstetigförderer geprägt ist. Darüber hinaus wurde die zukünftige Entwicklung der Elektromobilität (PKW und LKW) mit deren Auswirkungen auf das elektrische Energienetz und das Logistikzentrum untersucht. Sie führt zur deutlichen Erhöhung der elektrischen Last, worauf sich der Netzbetreiber vorbereiten muss. Energiespeicher sowie Energiemanagementsysteme erhöhen das Flexibilitätspotential eines Logistikzentrums und können netzdienlich eingesetzt werden. Zusammenfassend gilt für alle Beteiligten (Logistikzentrum, Spedition, Netzbetreiber und Kommune), dass eine vorausschauende Planung des Netzanschlusses von Logistikzentren unumgänglich ist.