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NEXUS - Vergleichende Analyse der Ressourceneffizienz von Primär- Sekundärrohstoffgewinnung

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Schmidt, Mario; Rötzer, Nadine

2018

Projektbericht - Zwischenbericht

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Beschreibung

Die Erzgehalte der abgebauten Lagerstätten sanken im Laufe der letzten Jahrhunderte. Dies lässt sich nicht nur für Kupfer, welches hier beispielhaft verwendet wurde, bestätigen, sondern auch für viele andere Metalle. Dieser Trend kann unterschiedlich interpretiert werden. Zum einen kann man diese Entwicklung negativ sehen und darin, wie anfangs erläutert, die Erschöpfung der Ressourcen erkennen. Aber man kann diesen Trend auch positiv interpretieren und darin den enormen technologischen Fortschritt sehen. Nur so können heute die großen Mengen an Rohstoffen bereitgestellt werden, die von der Menschheit beansprucht werden.

 

Es konnte gezeigt werden, dass der exponentielle Anstieg des Verbrauchs an z. B. Kupfer zum Abbau immer größerer Lagerstätten führte, die geologisch bedingt häufig einen geringen Erzgehalt aufweisen. Zum Abbau dieser Lagerstätten wurden neue Technologien entwickelt und so haben es z. B. große Schaufelbagger und die Schaumflotation erst möglich gemacht, Erze mit einer geringen Konzentration an Metall abzubauen. Denn was Ende des 20. Jahrhunderts als Erz bezeichnet wurde, war zu Beginn desselben Jahrhunderts noch Abraum, da es nicht möglich war, den Rohstoff unter ökonomischen Bedingungen zu gewinnen. Dies zeigt sich auch durch die langfristig sinkenden Preise. Daher ist der Erzgehalt allein nicht geeignet, um eine Aussage über die Rohstoffverfügbarkeit zu treffen, sondern vielmehr, um zu zeigen, welch riesigen Fortschritt die eingesetzten Technologien gemacht haben. Dennoch führen die sinkenden Erzgehalte zu einem vermehrten Aufwand an Einsatzstoffen, Abraum, Emissionen etc., welcher nicht außer Acht gelassen werden darf, da er erheblichen Einfluss auf unsere Umwelt hat. Und eben dieser mit den sinkenden Erzgehalten verbundene steigende ökonomische und ökologische Aufwand sowie die zunehmenden Nutzungskonflikte führen zu einer Einschränkung der Ressourcenverfügbarkeit. Diese lassen sich aber nicht mehr mittels der Rohstoffmengen (Reserven, Ressourcen, Fördermengen, Erzgehalt etc.) geeignet bewerten, sondern bedürfen anderer Indikatoren, die sich vor allem an den zu betrachtenden Schutzgüter und tatsächlichen Knappheiten (z.B. Fläche, Umweltmedien, Energie usw.) anlehnen.