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Baumaterialien für den Amphibienschutz an Straßen

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2000

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Beschreibung

Die Amphibien gehören zu den Tiergruppen mit den höchsten quantitativen Verlusten in den letzten Jahrzehnten. Wo Amphibienwanderwege von vielbefahrenen Straßen gequert werden, erlöschen die Populationen ohne menschliche Hilfe innerhalb relativ kurzer Zeit. Schon in den siebziger Jahren begannen lokale Naturschutzgruppen daher mit der Betreuung von Amphibienwanderstrecken. Dazu werden Schutzzäune entlang der Straßen aufgestellt, die Tiere abgesammelt und über die Straße getragen. Diese vorbildliche und nicht ungefährliche Arbeit der ehrenamtlich Tätigen wird bereits seit vielen Jahren vom Land Baden-Württemberg durch die Bereitstellung von Materialien wie Zäunen, Lampen und Schutzwesten unterstützt. Da das ehrenamtliche Engagement allein auf Dauer jedoch keine Lösung darstellt, muss langfristig eine Entschärfung der besonders starken Konfliktpunkte zwischen Straßenverkehr und wandernden Amphibien durch den Bau dauerhafter Schutzanlagen erfolgen. An bestehenden Straßen ist nachzurüsten, bei Neuplanungen von Straßen gehört eine Berücksichtigung dieser Belange heute zum Standard. Für einen sinnvollen und gezielten Einsatz der Finanzmittel müssen die Kenntnisse über die Wirksamkeit der verschiedenen Materialien weiter vertieft und in die Praxis umgesetzt werden. Die vorliegende Schrift wird zu einem effektiveren Amphibienschutz beitragen. Nach mehrjährigen Untersuchungen legen ein Mitarbeiter der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe und eines Planungsbüros nun solide Befunde vor. Die Veröffentlichung weist damit endlich den Weg zu funktionsfähigen technischen Lösungen. Dafür gebührt nicht zuletzt der Be-zirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe, den Bearbeitern, der Stiftung Naturschutzfonds und den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern großer Dank. Die Veröffentlichung soll Planern, Kommunen, Verwaltungen und den ehrenamtlich Tätigen als konkrete und in dieser Form bislang einmalige Handreichung dienen. Alle Beteiligten sind nun gefordert, die Erkenntnisse möglichst rasch an möglichst vielen Amphibienwanderstrecken umzusetzen.